Berechnungen für System emit Batterien
Betrachtung der Spannung
Bei Anwendungen mit Batterieladung sollte die Ansprechspannung des Moduls mindestens genauso hoch sein, wie die Ladespannung der Batterie. Diese ist höher als die Ausgangsspannung der Batterie. Eine einzelne NiCd Batterie hat üblicherweise eine Ausgangsspannung von 1,2 Volt, benötigt jedoch 1,4 Volt zum Zwecke der Aufladung. Eine 12 Volt Bleibatterie benötigt eine Aufladespannung von 14-15 Volt. Für den Fall, dass eine Sperrdiode erforderlich ist, um das Auslaufen der Batterie in das Solarmodul wenn es sich im Dunkel befindet zu vermeiden, sind zusätzliche 0,6 V notwendig. Zum Beispiel benötigt ein Pack Batterien mit drei NiCd Batterien, die 3,6 Volt erzeugen, Module mit 4,2 oder 4,8 V (hängt davon ab, ob eine Sperrdiode benutzt wird oder nicht).
Wird eine Sperrdiode benötigt?
Befindet sich das Solarmodul im Dunkeln und ist immernoch mit der Batterie verbunden, ist es lediglich eine in Durchlassrichtung gespannte Diode und kann Strom von der Batterie aufnehmen. Dies ist weniger ein Problem für Module aus amorphem Silikon, als für kristalline Module. Problematisch könnte es jedoch sein, wenn sich das Modul die meiste Zeit im Dunkeln befindet. Die Auslaufwahrscheinlichkeit sinkt auch dramatisch, wenn die Leerlaufspannung des Moduls bedeutend größer ist, als die Ausgangsspannung der Batterie. Für Anwendungen, die täglich der Sonne ausgesetzt sind, können Dioden außen vor bleiben, sofern das Modul die korrekte Größe hat. Wird sich die Anwendung über längere Zeiträume in einem Behälter oder einer Schublade befinden, wäre eine Sperrdiode jedoch ratsam. Jede Anwendung sollte individuell daraufhin bewertet werden.
Stromstärkenberechnungen
1. |
Berechnen Sie die durchschnittliche Stromaufnahme: Iavg. Dies ist gleich der Stomaufnahme der Anwendung mal dem Arbeitszyklus.
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2. |
Schätzen Sie die durchschnittliche Einleuchtung auf das Modul ab, Lavg (z.B. ergeben 4 Stunden voller Sonneneinstrahlung jeden Tag einen Durchschnittswert von Lavg = 4/24 = 16,6% der vollen Sonneneinstrahlung pro Tag). Hilfe dafür finden Sie in der obigen Tabelle.
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3. |
Berechnen Sie die für Ihr Modul benötigte Stromstärke. Imod = Iavg x 100% / Lavg.
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4. |
Wählen Sie das Modul, das der berechneten benötigten Spannung und Stromstärke entspricht Imod.
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Beispielberechnungen für Anwendungen mit Batterien
Beispiel 1: Ein Hoflicht bezieht 20mA und Sie möchten, dass es jede Nacht 8 Stunden brennt. Sie schätzen, dass sie täglich eine durchschnittliche Sonneneinstrahlung von 4 Stunden haben.
Iavg = Iapp x Arbeitszyklus
Iavg = 20mA x 8hr / 24hr
Iavg = 6.67mA
Lavg = 100% x 4hr/24hr
Lavg = 16.67%
Imod = Iavg x 100% / Lavg
Imod = 6.67mA x 100% / 16.67%
Imod = 40mA
Beispiel 2: Ein Mobiltelefon bezieht 3mA im Standby-Modus und 300mA im Sprechmodus. Es kann davon ausgegangen werden, dass das Telefon pro Tag durchschnittlich im Sprechmodus genutzt wird und nur 23 Stunden und 50 Minuten im Standby-Modus. Das Telefon kann durchschnittlich pro Tag 2 Stunden direkte Sonneneinstrahlung erhalten. Finden Sie die benötigte Modulgröße, um Ihr Telefon ständig geladen zu haben.
Iavg = Iapp x Arbeitszyklus
Iavg = {3mA x [(23hr 50 min)/24hr]} + [300mA x (10min/24hr)]
Iavg = {3mA x [(23hr x 60min) + 50 min]/(24hr x 60min)] + {300mA x [10min / (24hr x 60min)]}
Iavg = [3mA x .993] + [300mA x .0069]
Iavg = 5.05mA
Lavg = 100% x 2hr/24hr
Lavg = 8.33%
Imod = Iavg x 100% / Lavg
Imod = 5.05mA x 100% / 8.33%
Imod = 60mA
Ist die Ladespannung Ihres Telefons bei 6V, benötigen Sie mindestens ein 6V, 60mA Modul, um die benötigte Energie zuführen zu können.
Example 3: Ein Fischerboot hat ein 12 volt Batteriesystem, das einen Trollingmotor und eine Tiefenfinderausrüstung antreibt. Das Boot ist 4 Tage jeden Monat in Gebrauch und benötigt im Durchschnitt 2A für 6 Stunden jeden Tag. Das Boot ist durchschnittlich 4,5 Stunden täglich der direkten Sonne ausgesetzt. Berechnen Sie die benötigte Modulgröße unter Berücksichtigung des Monatszyklus.
Iavg = Iapp x Arbeitszyklus
Iavg = 2A x [(4 x 6hr)/30 days]
Iavg = (2A x 1000mA/1A) x (24hr / 720hr)
Iavg = 2,000mA x 0.0315
Iavg = 63mA
Lavg = 100% x 4.5hr/24hr
Lavg = 18.75%
Imod = Iavg x 100% / Lavg
Imod = 63mA x 100% / 18.75%
Imod = 336mA
Wird das Boot 4 Tage im Monat genutzt und liegen zwischen diesen 4 Tagen jeweils die gleichen Zeitintervalle, so sollte ein 14V 400mA Modul ausreichend sein, genügend Energie zu speichern, um das Boot in Betrieb nehmen zu können. Soll das Boot jedoch an zwei aufeinanderfolgenden Tagen genutzt warden, wäre dazwischen nicht genug Zeit, um die Batterie für den nächsten Tag aufzuladen. Ist die Kapazität der Batterie ausreichend, wird dies kein Problem sein. Ist aber die Batteriekapazität so beschaffen, dass nur die Energie von einem Tag gespeichert werden kann, so wird eine zusätzliche Ladekapazität benötigt und die Berechnungen müssen an den täglichen Zyklus angepasst werden.
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